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03.11.2010

Umgang mit Stress
Aufgaben und Qualifikationen müssen passen

Stress. Nur wer die wahren Auslöser kennt, kann eigene Strategien entwickeln, sie auszuschalten. Wer sich außerdem seiner persönlichen Reaktionen in stressigen Situationen bewusst ist, kann unmittelbar gegensteuern.

Stress kann sich körperlich, geistig oder emotional auswirken: Bluthochdruck, erhöhter Puls, Konzentrationsmangel, Gedankenblockaden, negative Gefühle. Die körperliche Reaktion nimmt der Betroffene als Unruhe wahr.

Zeitdruck ist keine Ursache für Stress

Was die tatsächliche Ursache für Stress ist, ist nicht immer so eindeutig. Zeitdruck ist einer der häufig genannten Stressauslöser. Jedoch ist er nicht die Ursache, die es zu bekämpfen gilt.
Die ist viel konkreter und ganz individuell. Das können ständige kleine Störungen sein, ein nicht richtig eingeschätzter Zeitaufwand, eine unkonkrete Aufgabenbeschreibung oder Konzentrationsschwäche (die wiederum einen anderen Grund hat wie Lärm, falsche Beleuchtung, Schlafmangel, Grübeleien...). Also: Ursachenforschung betreiben und die Übeltäter langfristig oder nach Bedarf abstellen. Bitten Sie Ihre Kollegen zum Beispiel, sie eine halbe Stunde lang nicht zu stören, wenn sie an einer wichtigen Aufgabe sitzen. Bevor Sie sich in die Arbeit stürzen, nehmen Sie sich etwas Zeit um sich zu organisieren, zu überlegen, was Sie wann machen. Multitasking ist zwar angeblich eine Stärke, birgt aber ein hohes Fehlerpotential.

Klare Aufgabe, richtige Qualifikation

Stress ist eine Wechselbeziehung zwischen Anforderung und eigenem Leistungsvermögen, sagt der amerikanische Forscher Richard S. Lazarus. Wer langfristig aufrüsten möchte, muss also einmal bei seinen Aufgaben und zum anderen bei seinen Qualifikationen ansetzen. Jede Aufgabe sollte den eigenen Fähigkeiten angepasst und klar umrissen sein. Denn auch Informationsmangel macht Stress: Wer nicht weiß, was, warum oder wie er etwas machen soll, fühlt sich unsicher oder überfordert.

Fachliche Weiterbildungen bringen mehr Qualifikation und geben Vertrauen in das eigene Können. So können Aufgaben souverän, mit der richtigen Technik und dem richtigen Know-how angegangen werden. Sie müssen nicht erst überlegen, wie Sie an eine Aufgabe herangehen, sondern haben gleich die richtige fachliche Lösung parat. Weitere Fähigkeiten wie Zeitmanagement bieten Methoden, um strukturierter vorzugehen und auch bei komplexen Problemen den Überblick zu behalten. Soziale Kompetenzen helfen, die richtigen Gesprächspartner zu finden, um Unterstützung zu erhalten, sich auszutauschen und Aufgaben richtig abzustecken.

Foto: www.jenpix.de / pixelio.de

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