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17.11.2010

Vorschläge erwünscht, aber richtig - FFH-Chefin vom Dienst erklärt, wie Themen ins Radio kommen

„Ich bekomme 120 bis 150 E-Mails am Tag. Wer da mit einer falschen Anrede kommt, mich mit ‚Herr’ anspricht oder einen ganz anderen Sender, dessen Mail öffne ich nur unwillig“, sagt Claudia Brahim-Mazari, Chefin vom Dienst der Hitradio FFH Redaktion.

Die AFK Akademie Führung und Kommunikation hatte am Donnerstag (11.) ihre Teilnehmer zu einem Besuch des Senders eingeladen und ein Treffen mit FFH-Pressesprecher Domink Kuhn organisert. Extra für die AFK-Gruppe hatte sich auch die Chefin vom Dienst aus ihrem Tagesgeschäft losgerissen. Sie erzählte offen aus ihrer Praxis:

Themenvorschlägen nehme die Redaktion gerne an, am liebsten per E-Mail. Aber die müsse an der richtigen Stelle ankommen. Wenn die Kommunikationsleute der Unternehmen Themen vorschlagen, sollten sie sich vorher genau informieren, wem sie sie anbieten. In bestimmten Fällen seien etwa die Regionalstudios ein passenderer Ansprechpartner. „Hat ein Redakteur ein interessantes Thema, kommt er dann zu mir und kann ganz anders argumentieren, warum er es bringen will“, sagt Brahim-Mazari. Bei telefonischen Anfragen sei ihr besonders wichtig, dass jemand am Hörer sitzt, der sich mit dem Thema wirklich auskennt also auch spontan auf Nachfragen reagieren kann. Leider würden diese wichtigen Kontaktgespräche häufig an Praktikanten und Berufsanfänger delegiert, ohne sie vorher richtig zu briefen.

Stimme wichtiger als Doktortitel

Vorgefertigte Beiträge würde der Sender prinzipiell nicht übernehmen, dafür seien die Redakteure immer auf der Suche nach guten O-Tönen. Der Tipp der Radiomacherin: „Haben Sie jemanden im Unternehmen, der eine gute Stimme hat, bauen sie ihn auf.“ Wer souverän seine Aussagen formulieren und in ein Mikrofon sprechen kann, habe gute Chancen sie als Teil eines Beitrags wiederzufinden.

„Im persönlichen Gespräch hat man gemerkt, dass die Chefin vom Dienst einfach nur tough ist und unter Strom steht. Jetzt weiß ich, dass ich so etwas am Telefon nicht als unfreundlich auslegen darf“, so B1 Teilnehmer Bernhard Stumm nach dem Besuch. Von Kollege zu Kollegen berichtete Pressesprecher Dominik Kuhn über seine Arbeit: Über Erfahrungen und Handhabung von Facebook im Hause FFH, eigene Erlebnisse mit Journalisten und besondere öffentlichkeitswirksame Aktionen des größten Privatsenders in Hessen.

„Mit unserer Reihe AFK vor Ort“ können wir unseren Teilnehmern die tägliche Arbeit ihrer Medienansprechpartner zeigen. Im direkten Gespräch können sie so die Arbeitsabläufe und daraus entstehende Bedürfnisse  ihrer Ansprechpartner erfahren. Sie verstehen, wie sie besser bei ihnen ankommen. Gleichzeitg können sie sich mit Kollegen austauschen“, fasst Trainerin Susanne Czernick zusammen.

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